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Kapazitive Feuchtemessung Die kapazitive Feuchtemessung gehört zu den indirekten Messverfahren, da nicht der Wassergehalt ermittelt wird, sondern die dielektrischen Materialeigenschaften erfasst werden. Das Messverfahren erfasst den oberflächennahen Bereich der Baustoffe und gibt als Messwert einen Digitalwert aus. Das Verfahren beruht auf dem Prinzip eines Kondensators. Ein Kondensator besteht normalerweise aus 2 stromleitenden Platten, die sich gegenüberliegen und sich nicht berühren. Bei der kapazitiven Feuchtemessung bildet sich das Messfeld zwischen dem Kugelkopf und dem zu beurteilenden Untergrund. Die Kapazität wird maßgeblich durch den Stoff bestimmt der die beiden Kondensatorplatten von einander trennt, dem Dielektrikum. Dieser Stoff beeinflusst das Feld obwohl er keinen Strom leitet. Jedes Dielektrikum hat eine Dielektrizitätszahl, diese gibt an um wie viel ein Stoff die Kapazität gegenüber Luft erhöht. Eben diese Kapazität wird von dem Messgerät erfasst und als digitaler Wert ausgegeben. Luft hat die Dielektrizitätszahl 1 und Wasser hat eine Dielektrizitätszahl von 80. Dementsprechend erhöhen feuchte Baustoffe die Kapazität und damit den angezeigten Messwert. Zu beachten ist das jeder Baustoff eine andere Dielektrizitätszahl hat und somit für trockene Wandoberflächen aus unterschiedlichem Material, z.B. Kalkputz oder Zementputz, ein unterschiedlicher Messwert angezeigt wird. Aus diesem Grund müssen Referenzmessungen an einem trockenen Baustoff gleicher Art durchgeführt werden, der dann mit dem zu überprüfenden Bauteil abgeglichen wird, um somit eine Aussage über die Feuchte zu treffen. Ebenfalls sind hier weitere Faktoren, wie z.B. Salzablagerungen im Baustoff zu beachten, welche den Messwert verändern.
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| Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 21. September 2010 um 14:03 Uhr |


