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Holzschädlinge | Blättlinge

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Blättlinge (Gloephyllum sp.)

Zu der Gruppe der Blättlinge, die für die Zerstörung von verbautem Holz von Bedeutung sind, zählen der Zaun-Blättling (Gloephyllum sepiarium), der Tannen-Blättling (Gloephyllum abietinum) und der selten vorkommende Balken-Blättling (Gloephyllum trabeum).

Blättlinge treten zumeist am im Freien verbauten Holz auf, wie z.B. Schwellen, Telegrafenmasten, Zäunen und Fenstern. Fast alle Pilzschäden an Fensterhölzern sind auf Blättlinge zurückzuführen, so dass man sie auch als Fensterholzpilze bezeichnen könnte.

Blättlinge treten aber auch in feuchten Häusern auf und zwar vornehmlich an Schalungsbrettern und Latten im Dachbereich sowie im Fehlbodenbereich.

Durch Blättlinge wird sowohl Nadel- wie auch Laubholz befallen. Ihr Myzel wächst, von Ausnahmen abgesehen, im Inneren des Holzes und verursacht dort eine Braun- bzw. Destruktionsfäule.

Da das Myzel im Inneren des Substrates wächst, und es von innen heraus zerstört, wird das Schadensbild auch als Innenfäule bezeichnet. Die Sporen fliegen in Holzrisse, keimen dort aus und entwickeln sich zum Substratmyzel. Ein übergreifen des Myzels auf entfernt liegendes, gesundes Holz ist ausgeschlossen.

Durch die Zersetzung des Holzes von innen, bleibt die Zerstörung von außen lange Zeit unsichtbar. Dieses macht die besondere Gefahr der Blättlinge aus. Das Innere des Holzbauteils kann schon lange vermorscht sein, während die äußere Optik noch keinerlei Hinweis auf einen Schaden gibt und die Zerstörung des Holzes ungestört weiter fortschreiten kann.

Als notwendige Wachstumstemperaturen werden in der Literatur verschiedene Werte, sowohl für den Zaun- wie auch für den Tannen-Blättling  genannt. Es kann von einem Wachstum in einem Temperaturbereich von 5 °C bis ca. 40 °C ausgegangen werden, wobei die optimale Wachstumstemperatur für beide bei ca. 30 °C liegt.

Der Tannen-Blättling benötigt für die Myzelentwicklung eine höhere Holzfeuchte als der auch im stärker abgetrockneten Holz vorkommende Zaun-Blättling. So benötigt der Tannen-Blättling sehr feuchtes bis feuchtes Holz, mit einem Holzfeuchteoptimum von 50 – 60 %, wohingegen der Zaun-Blättling ein niedrigeres Feuchteoptimum von 38 % hat.

Die Blättlinge können in eine bis zu 10 Jahre andauernde Trockenstarre fallen, um dann bei geeigneten Temperatur- und Feuchtebedingungen ihr Wachstum fortzusetzen.

Im Anfangsstadium des Befalls zeigt das Holz gelbliche oder bräunliche Verfärbungen, die sich später zu braunrot verfärbten Fäulnisnestern entwickeln. Zu Anfang ist diese Entwicklung mit einer Erweichung des Holzes verbunden, die im weiteren Stadium einem jahringgweisen Auseinanderfallen des Holzes sowie einem rissig, würfligem Zerfall weicht.

Da die Blättlinge hauptsächlich Substratmyzel bilden, kann das im Holzinneren liegende Myzel nicht zur Identifizierung herangezogen werden. Bei hoher relativer Luftfeuchtigkeit kann es jedoch in Spalten und zwischen dicht liegenden Brettern zu beachtlich ausgedehntem Wachstum von Luftmyzel kommen. Frisches Luftmyzel ist weiß und verfärbt sich bald umbra-braun, wobei das Myzel des Zaun-Blättlings auch orange-gelb sein kann.

Die Fruchtkörper der Blättlinge treten meist an Trockenrissen aus und können in Abhängigkeit vom Verlauf der Risse unterschiedlichste Formen annehmen, von tellerförmig über leistenförmig bis hin zu einzelnen dachziegelig oder reihig angeordneten Fruchtkörpern.

Als vorbeugende Schutzmaßnahme gegen den Befall durch Blättlinge ist das Holz vor Sporenkeimung zu schützen und gegen Wasser abzuschließen (Abdichtung von Hirnflächen, Schutzanstriche, usw.).

Eine Sanierung bereits befallener Bauteile bedeutet in den meisten Fällen ein Ausbau der befallenen Holzbauteile. Bei Fenstern bedeutet dies im allgemeinen einen kompletten Austausch des Fensterrahmens.

Im Gebäude sind die Blättlinge relativ leicht zu bekämpfen, da ein übergreifen von befallenen Holz auf gesundes trockenes Holz nicht möglich ist. Durch Austrocknung und den Einsatz von Holzschutzmitteln kann ihnen leicht die Lebensgrundlage entzogen werden.

Es ist jedoch zu beachten, dass bei der Austrocknung das Substratmyzel noch über Jahre wachstumsfähig bleiben kann.

Stark befallenes und zersetztes Holz ist selbstverständlich auszuwechseln.