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Kapazitive Feuchtemessung

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Feuchtemessung mittels kapazitivem Verfahren

Bei diesem Messprinzip werden die dielektrischen Materialeigenschaften erfasst werden. Das Messverfahren erfasst den oberflächennahen Bereich der Baustoffe und gibt als Messwert einen Digitalwert aus. Das Verfahren beruht auf dem Prinzip eines Kondensators.

Referenzmessung außerhalb des betroffenen Bereiches

Referenzmessung in einem nicht betroffenen Bereich

Messung innerhalb des betroffenen Bereiches

Messung im betroffenen Bereich als Vergleichsmessung zum Referenzwert

Skizze Messprinzip

Prinzipdarstellung der kapazitiven Feuchtemessung

Rastermessung

Zur besseren Veranschaulichung, können die Messergebnisse einer Rastermessung farblich dargestellt werden

Ein Kondensator besteht 2 stromleitenden Platten, die sich gegenüberliegen und nicht berühren. Legt man an die Platten eine Spannung an, so wird die eine Platte positiv und die andere Platte negativ geladen. Zwischen den beiden Platten baut sich ein elektrisches Feld auf und speichert elektrische Energie. Dieses Speichervermögen wird Kapazität genannt.

Bei der kapazitiven Feuchtemessung bildet sich das Messfeld zwischen dem Kugelkopf und dem zu beurteilenden Untergrund. Die Kapazität wird maßgeblich durch den Stoff bestimmt, der die beiden Kondensatorplatten voneinander trennt, dem Dielektrikum. Dieser Stoff beeinflusst das Feld, obwohl er keinen Strom leitet. Jedes Dielektrikum hat eine Dielektrizitätszahl, diese gibt an, um wie viel ein Stoff die Kapazität gegenüber Luft erhöht.

Eben diese Kapazität wird von dem Messgerät erfasst und als digitaler Wert ausgegeben. Luft hat die Dielektrizitätszahl 1 und Wasser hat eine Dielektrizitätszahl von 80. Dementsprechend erhöhen feuchte Baustoffe die Kapazität und damit den angezeigten Messwert.

Zu beachten ist, dass jeder Baustoff eine andere Dielektrizitätszahl hat und somit für trockene Wandoberflächen aus unterschiedlichem Material, z.B. Kalkputz oder Zementputz, ein unterschiedlicher Messwert angezeigt wird.

Aus diesem Grund müssen Referenzmessungen an einem trockenen Baustoff gleicher Art durchgeführt werden, der dann mit dem zu überprüfenden Bauteil abgeglichen wird, um somit eine Aussage über die Feuchte zu treffen.

Ebenfalls sind hier weitere Faktoren, wie z.B. Salzablagerungen im Baustoff, zu beachten, welche den Messwert erhöhen.

Die kapazitive Messung kann nur als Vergleichsfeuchtemessung verwendet werden.

Es wird in einem als trocken zu bezeichnenden Bereich des Bauteils ein Referenzwert ermittelt. Dieser kann dann mit Messwerten in den betroffenen Bereichen in Relation gesetzt werden und somit eine Aussage über den qualitativen Feuchtegehalt des Baustoffs getroffen werden.

Diese Interpretation des Messwertes erfordert Erfahrung und Umsicht.