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Holzschädlinge | Holzwespe

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Holzwespe (Siricidae)

Als technische Holzschädlinge sind lediglich die in Nadelholz brütenden Holzwespenarten von Bedeutung. Ihre Zerstörungskraft wird jedoch häufig überschätzt. Durch ihre imposante Erscheinung mit einer Größe von bis zu 40 mm und die schwirrenden Fluggeräusche werden Holzwespen oftmals für gefährliche Holzzerstörer gehalten. Diese Befürchtung ist jedoch unbegründet, da Holzwespen zu den Frischholzinsekten zählen.

Als ausgesprochenen Waldinsekten befallen sie lediglich frisches Holz, geschädigte Stämme oder frisch gefällte, längere Zeit im Wald liegende Stämme. So ist ein vorkommen der Holzwespe im verbauten Holz dadurch zu erklären, dass bereits befallenes Holz verbaut wurde. Die Weiterentwicklung der Larve zum adulten Insekt kann dann auch im verbaut Holz vollendet werden. Dieser Vorgang dauernd mindestens zwei meistens jedoch drei Jahre.

Die Larven fressen  zunächst in den äußeren Splintbereichen innerhalb eines Jahresringes parallel zur Holzoberfläche, bevor sie sich tiefer in das Holz nagen. Die Fraßgänge können eine Länge von 20 cm bis vereinzelt 40 cm Länge erreichen. Die Fraßgänge mit einem Durchmesser von 4 mm bis 7 mm sind fest mit hellen, mittelfeinen Bohrmehl verstopft und heben sich von dem Schnittholz kaum ab.

Dieses erklärt warum eine Befall häufig übersehen wird, da zudem am Rundholz ein Befall durch die feinen Einstiche des Legbohrers nicht erkennbar ist und der Befall meist erst nach dem Ausfliegen der Insekten bemerkt wird.

Fliegen die ausgewachsenen Insekten aus, so hinterlassen sie kreisrunde, glattrandige Ausfluglöcher mit einem Durchmesser zwischen 4 mm und 7 mm. Ein Neubefall von verbautem Holz, selbst wenn es nachträglich befeuchtet wird, ist nicht möglich. Somit ist nach dem Ausfliegen der Insekten kein weiterer Befall zu befürchten. Ein Herabsetzen der Festigkeit von Holzbaustoffen ist nicht zu erwarten, da die Anzahl der Fraßgänge in aller Regel zu gering ist. Durch die Fähigkeit der Holzwespe verschiedenste Materialien wie, Lineoleum, Dachpappe,  Teppiche, Deckfurniere und selbst dünne Bleiplatten zu durchnagen um ins Freie zu gelangen, können jedoch große Schäden entstehen.

Es wird in verschiedensten Quellen darauf verwiesen, dass die Holzwespe symbiotisch mit Bauholzpilzen zusammenlebt, die durchaus in der Lage sind das Holz nachhaltig zu schädigen. Mit der Austrocknung des Holzes sterben diese symbiotischen Pilze jedoch ab.

Durch die Ausfluglöcher besteht jedoch die Möglichkeit, dass Feuchte in die Holzkonstruktion eindringt und das Holz somit der Gefahr durch einen Befall von Bauholzpilzen ausgesetzt ist. Die Ausfluglöcher sollten mit imprägnierten Hartholzdübeln verschlossen werden um ein Eindringen von Feuchtigkeit zu verhindern.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Schädigung durch Holzwespen in erster Linie durch die ausfliegenden Insekten verursacht werden, wogegen die von den Larven verursachten Schäden meistens harmlos sind.